Die PDF/X-Versionen im Vergleich

Sehr geehrte Damen und Herren,

mittlerweile gibt es insgesamt 4 PDF/X-1-Normen sowie zwei PDF/X-3-Normen, sowie diverse PDF-Sonderformate. Wer steigt da noch durch? Unser Sonder-Newsletter bietet Ihnen einen Überblick über alle PDF/X-Formate und deren Beschaffenheit.

Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Robert Zacherl von IMPRESSED, der uns mit seinem profunden Hintergrundwissen über die PDF-Technologie viele Fragen zum Thema PDF/X beantworten konnte.

Die Themen:

- Die PDF/X-Geschichte
- Vom PDF/X zum PDF/X-3
- PDF/X-1a:2003 und PDF/X-3:2003
- Welches PDF/X für welches Druckverfahren
- Zusammenfassung der PDF/X-Normen

- Sonderfälle PDF/X-2, PDF/X-A, PDF/X-Plus

- Special: So kommen die Sonderfarben in das PDF/X

- Impressum / Abmeldung


Die PDF/X-Geschichte

Das PDF/X Format wurde ursprünglich für den nordamerikanischen Zeitungs- und Zeitschriftendruck entwickelt. Ziel war es, ein zuverlässiges Datenformat zu schaffen, das einen Ersatz für das bis dahin verwendete EPS oder TIFF/IT-Format bot.

Das PDF-Format stellte sich hier als ideals Datenaustauschformat dar. Allerdings wurde das PDF-Format ursprünglich nicht für den PrePress-Bereich entwickelt, sondern war als universelles, plattformübergreifendes Austauschformat gedacht. Das Problem mit diesen "herkömmlichen" PDF-Daten war jedoch, dass Sie Formularfelder, Links oder Multimedia-Inhalte beinhalten konnten und somit für den Druck ungeeignet waren. Auch nicht eingebettete Schriften, zu niedrig aufgelöste Bilder oder nicht vorgesehene Farben verursachten in den Druckereien immer wieder Probleme.

Also musste ein Standard geschaffen werden, mit dem ein "blinder Datenaustausch" zwischen Kunde und Druckerei möglich wurde. Fehlerquellen und Rückfragen sollten (so weit wie möglich) von vorn herein ausgeschlossen werden. Aus dieser Idee des "PDF for blind eXchange" wurde 1995 schliesslich das PDF/X-Format (das X steht also für exchange, Austausch).

Als Vater des PDF/X gilt heute die DDAP (Digital Distribution of Advertising in Publications), eine Vereinigung von Betrieben und Spezailisten aus der grafischen Industrie. Mehr zu dieser Vereinigung und ihren Zielen finden Sie unter www.ddap.org.

Vom PDF/X zum PDF/X-3

PDF/X ist genau genommen nichts anderes als ein Satz von Regeln, die Bestimmen, wann ein PDF als digitale Druckvorlage geeignet ist. Da diese Regeln seinerzeit noch sehr weit gefasst waren, blieb PDF/X zunächst eine recht "offene" Idee. Damit diese Regeln nicht von jedem angepasst oder geändert werden, wurden Sie 1999 mit dem PDF/X-1:1999 in eine ANSI-Norm gefasst. (Das American National Standards Institute ANSI ist vergleichbar mit dem DIN, dem Deutschen Institut für Normung e.V.)

Dieses sehr frühe PDF/X-1-Format basierte auf dem PDF 1.2 Format. Damit konnte das PDF/X-1 zwar mit CMYK- und Sonderfarben umgehen, Sonderfarben in Duplex-Bildern oder Verläufen waren allerdings nicht möglich. Das Format setzte sich daher auch nicht durch und gilt heute als überholt.

PDF/X-1a:2001

Die Situation änderte sich mit dem Adobe-Acrobat 4, der erstmals PDFs im Format 1.3 erstellte. Hier waren auch komplexe Sonderfarb-Situationen in Bildern uind Verläufen möglich.

Die PDF/X-1:1999-Norm wurde überarbeitet und im Jahr 2001 zu einer verbindlichen Norm namens ISO 15930-1 zusammengefasst. (ISO = International Standardisation Organisation, eine Vereinigung von staatlichen Normungsorganitaionen wie DIN und ANSI aus über 150 Ländern). Die ISO-Norm 15930-1 bestimmt die Spezifikationen von zwei X-Varianten, PDF/X-1:2001 und PDF/X-1a:2001

PDF/X-1:2001 erlaubte im Gegensatz zur "a"-Variante noch die Verwendung von OPI-Informationen in Form von "Embedded Files", d.h. nicht PDF-Bildobjekte wie z. TIFF/IT-Daten wurden in ihrem Ursprungsformat in die PDF-Datei eingebettet. Auch das Verschlüsseln der PDF-Datei mit einem Passwort war erlaubt. Auch dieses Format gilt heute daher als überholt.

Ganz anders das PDF/X-1a:2001
. Dieses Format setzte sich sehr schnell durch und findet auch heute noch Verwendung. Die ISO-Norm 15930-1 regelt, welche Eigenschaften ein PDF/X-1a:2001 aufweisen muss, damit es für den "blinden Datenaustausch" geeignet ist.

Diese ISO-Norm 15930-1 regelt in deren Ausprägung PDF/X-1a unter anderem folgende Punkte:

- Alle verwendeten Schriften müssen eingebettet sein, zumindest die verwendeten Zeichen
- Bilddaten müssen als Bestandteil des PDFs enthalten sein
- OPI-Kommentare sind verboten
- CMYK- und Schmuckfarben sind erlaubt, LAB und RGB-Farben verboten
- Kommentare und Formularfelder sind im Endformat nicht erlaubt
- Transferkurven sind verboten
- Rastereinstellungen sind erlaubt
- Die Seitengeometrie (Endformat/Anschnitt) muss definiert sein
- Es muss angegeben sein, ob die Datei bereits überfüllt wurde
- LZW-Kompression ist verboten
- ZIP- und JPEG-Kompression sind erlaubt
- Verschlüsselung ist untersagt
- Nennung der Druckbedingung, für die die Datei erstellt wurde
- Das PDF muss als PDF/X erkenntlich sein (PDFX-Norm-Kennung)

Mit dem PDF/X-1a:2001 und dem Acrobat 4 begann der Durchbruch der PDF-Technologie in der Druckbranche. Immer mehr Hersteller von Belichter- und Drucker-RIPs (RIP = Raster Imaging-Prozessor) ünterstützten die PDF-Technologie und die damit verbundenen Vorteile.


PDF/X-3:2002


Im europäischen Bogenoffset werden Schmuck- und Sonderfarben vielerorts eingesetzt. Besonders im Formular- sowie im Verpackungsbereich sind Sonderfarben überhaupt nicht wegzudenken. Pantone- und HKS-Farben, Lackformen sowie zahlreiche Spezialfarben kommen hier regelmäßig zur Anwendung.

Aber was macht beispielsweise eine Werbeagentur, die eine Anzeige als PDF liefern soll, aber noch nicht weiss, wo dieses PDF dann gedruckt wird, etwa in der Zeitung oder im Bogenoffset? In diesem Fall bietet sich die Möglichkeit, Bilddaten medienneutral im RGB-Format weiterzugeben.

Medienneutrale Daten erfordern, dass die Bilddaten (oder auch andere farbige Objekte) mit einem ICC-Profil versehen werden, welches bei der Konvertierung die Farbraumtransformation steuert. Die Bilddaten in der PDF-Datei müssen daher über ein angehängtes ICC-Profil verfügen - was jedoch in der ISO-Norm 15930-1 / PDF/X-1a:2001 verboten ist.

Aus diesem Grund wurde die ISO-Norm 15930-1 überarbeitet und als ISO-Norm 15930-3 veröffentlicht. Diese ISO-Norm beschreibt das PDF/X-3:2002 und besagt, dass neben Schmuck- und Sonderfarben auch RGB-Bilddaten im PDF/X-3 erlaubt sind! Aber: RGB-Bilddaten sind nur erlaubt, so lange der Farbraum dieser RGB- Bilddaten durch ein ICC-Profil definiert ist.

PDF/X-1a:2003 und PDF/X-3:2003

Im Jahr 2003 brachte Adobe den Acrobat 5 auf den Markt, der mit der PDF-Version 1.4 viele neue Features mitbrachte, u. a. eine verbesserte Bildkompression. Damit diese Features auch im PDF/X-1a und PDF/X-3-Format genutzt werden konnten, war eine Änderung der ISO-Normen notwendig. Also veröffentlichte die ISO im Jahr 2003 die ISO-Norm 15930-4: PDF/X-1a:2003 und ISO 15930-6: PDF/X-3:2003.


Welches PDF/X für welches Druckverfahren?

Obwohl also PDF/X-1a:2003 und PDF/X-3:2003 die neueren PDF/X-Versionen sind, gelten die älteren Versionen PDF/X-1a:2001 sowie PDF/X-3:2002 immer noch als Standard.

Das PDF/X-1a:2001-Format findet vorzugsweise im Zeitungsdruck Anwendung. Aber nicht nur verschiedene Zeitungsdruckereien bestehen auf eine Datenanlieferung in diesem Format, sondern mittlerweile auch verschiedene Digital- und Bogenoffset-Druckereien. Das „schöne“ an dem PDF/X-1a-Format ist halt, dass RGB-Bilder ausgeschlossen sind, Probleme bei der Farbkonvertierung auf Seiten der Druckerei dadurch ebenso.

Das PDF/X-3:2002-Format findet vorzugsweise im Bogenoffset-Druck Anwendung. Hier kommt es häufiger vor, dass neben Schmuck- und Sonderfarben auch RGB-Farben benötigt werden.

Die PDF/X-1a:2001 und PDF/X-3:2002-Daten können direkt vom Distiller 7 oder bei einigen Programmen auch beim PDF-Export erzeugt werden. Diese Verfahrensweisen sind jedoch nicht sehr sinnvoll, lesen Sie dazu bitte unser Special „Kein PDF/X im Distiller“.


Zusammengefassung der PDF/X-Normen:

Es gibt also insgesamt 4 PDF/X-1-Normen sowie zwei PDF/X-3-Normen. Hier eine Tabelle aller momentan veröffentlichten PDF/X-Normen.

 

ANSI/CGATS

   

spezifiziert PDF/X-1:1999 (veraltet)

 

ISO 15929

   

spezifiziert den PDF/X-Ansatz global

 

ISO 15930

   

spezifiziert einzelne Teile der X-Norm

 

ISO 15930-1

   

spezifiziert PDF/X-1:2001 (veraltet)

 

ISO 15930-1

   

spezifiziert PDF/X-1a:2001

 

ISO 15930-2

   

spezifiziert PDF/X-2 (unveröffentlicht)

 

ISO 15930-3

   

spezifiziert PDF/X-3:2002

 

ISO 15930-4

   

spezifiziert PDF/X-1a:2003

 

ISO 15930-5

   

spezifiziert PDF/X-2:2003

 

ISO 15930-6

   

spezifiziert PDF/X-3:2003

Zur besseren Übersicht, welche PDF-X-Variante welche Funktionen, Farben und PDF-Versionen unterstützt, arbeiten wir an einemein PDF/X-Übersichts-Poster, dass Sie sich in ca. 2-3 Wochen kostenlos von unserer Webseite herunterladen können. Das druckbare Poster im Format DIN-A3 zeigt Ihnen auf einen Blick, welche PDF-Variante Sie die richtige ist!




Sonderfälle PDF/X-2, PDF/X-A, PDF/X-Plus, PDF/X-4 usw...

Neben den Standard-Austauschformaten X-1a und X-3 gibt es noch eine ganze Reihe PDF-Sonderformate, so z. B. das PDF/X-2, das PDF/A-Format sowie viele Eigenentwicklungen, wie z. B. die Certified-PDF-Initative von Enfocus.

Das PDF/X-2 soll in Zukunft wieder das einbinden von externen Objekten ermöglichen, ähnlich der OPI-Technologie. Auch das Einbinden von mehreren PDFs mittels einer Buchfunktion, soll möglich sein. Die X-2-Variante wird demnach vor allem im Katalog-Bereich interessant werden, wo umfangreiche PDFs mit extremen Datenmengen anfallen. Momentan unterstützt jedoch noch kein Workflow X-2.

Die PDF/A-Variante ist für die Langzeitarchivierung von PDF-Daten entwickelt worden. Da PDFs eine vielzahl von Mediendaten beinhalten können, z.B. Filme und Audiofiles, aber auch gescannte Seiten und Javascript-Aktionen, kann es durchaus passieren, dass ein PDF mit solchen Inhalten sich in einigen Jahren nicht mehr öffnen lässt. Die ISO-Norm 19005-1:2005 regelt, wie ein PDF/A-Konformes PDF für die Langzeitarchivierung aufgebaut sein muss.

Die PDF/X-Plus-Spezifikationen der Ghent PDF-Group (http://www.gwg.org) setzen auf die PDF/X-1a:2001-Norm auf. Mit PDF/X-Plus verfolgt die Ghent PDF-Group das Ziel, die PDF-Erstellung für den Druck noch genauer zu definieren. Welche Bildauflösung ist für welches Druckverfahren notwendig, wie viel Anschnitt muss angelegt werden, welche Distiller-Einstellungen sind notwendig, wie muss das PDF geprüft werden usw.

PDF/X-4 und PDF/X-5 sind die Arbeitstitel von zukünftigen PDF/X-Normen. Diese Normen werden die Verwendung von Transparenzen, Ebenen, OPI-Kommentaren, Colormanagement sowie anderen Featueres in PDF/X regeln.

Certified PDF von Enfocus ist eine Technologie, bei der eine Druckerei einem Kunden ein eigenes Prüfprofil zur Verfügung stellen kann. Der Kunde prüft mit diesem Profil seine Daten auf eventuelle Fehler. Sind die Daten - nach Maßstäben der Druckerei - Fehlerfrei, kann der Kunde sie als "Geprüft" zertifizieren und an die Druckerei weiterleiten. Diese Technologie bietet Druckereien enorme Vorteile, allerdings muss der Kunde über spezielle Software verfügen.

Noch mehr Informationen zu den verschiedenen PDF/X-Formaten und viele weiterführende Informationen finden Sie hier: http://www.pdfx-ready.ch


Special: Wie kommen die Sonderfarben in das PDF?

PDF/X-1a und PDF/X-3 bieten die Möglichkeit, neben CMYK-Farben auch Sonderfarben, z.B. Pantone- oder HKS-Farben, in das PDF einzubinden. Aber wie kommen die Sonderfarben in das PDF? Was ist mit eingefärbten Graustufenbildern, was mit DCS2-Bildern? Wir zeigen Ihnen anhand von Freehand, InDesign und XPress die häufigsten Knackpunkte bei der Verwendung von Sonderfarben und PDF/X.


Die Sonderfarben müssen zunächst im Layoutprogramm als „Volltonfarben“ angelegt werden.

XPress, Freehand und InDesign bieten hier die Möglichkeit, Farben selbst zusammenzumischen und als Volltonfarbe in die Farbpalette zu übernehmen, oder als fertigen Vollton aus einer Pantone- oder HKS-Palette zu importieren.

Achten Sie darauf, dass die Sonderfarbe auch wirklich als Vollton angelegt ist. Ein häufiger Fehler liegt auch in der inkonsistenten Benennung von Sonderfarben, z.B. Pantone 208 C und Pantone 208. Somit werden bereits zwei Sonderfarben in das PDF geschrieben.

Es gibt vier Wege, auf denen die Volltonfarben in das PDF gelangen können:

- Angelegt im Layoutprogramm als Fläche, Linie oder Font
- Als mit einer Sonderfarbe eingefärbtes Graustufen- oder Strichbild
- Als Bestandteil einer EPS-Datei
- Als DCS2-Mehrkanalbild, wo einem CMYK-Bild noch ein fünfter Kanal als Schmuckfarbe
hinzugefügt wurde

Ab jetzt wird es allerdings schwierig, denn nicht alle Layoutprogramme können die Vollton-Farbinformationen auch korrekt ausgeben. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass nicht alle Layoutprogramme die Farbinformationen als DeviceN oder im Postscript-Level 3-Format ausgeben können.

Die DeviceN-Funktionalität wird benötigt, wenn Schmuckfarben nicht als einfache Fläche oder Font vorliegen, sondern in komplexen Sonderfarb-Situationen eingebunden sind. Die tritt beispielsweise bei eingefärbten Tiffs oder bei Sonderfarb-Verläufen auf.

Postscript ist eine Programmiersprache, mit der die im Layoutprogramm gestalteten Flächen, Bilder, Schriften und Farben in ein für den Drucker verständliches Format übersetzt werden. Die Postscript-Level 1, 2 und 3 beschreiben dabei den „Funktionsumfang“ dieser Programmiersprache.

Da einige Programme allerdings schon recht betagt sind (z.B. Pagemaker, Freehand, XPress 4+5), sind Sie eventuell nicht in der Lage, die Farbinformationen korrekt in die Postscript-Datei zu schreiben. Je nach verwendetem Layoutprogramm sind also Zusatzprogramme oder Extensions notwendig…

Freehand, XPress, InDesign

Im Druckmenü des jeweiligen Layoutprogramms wählen Sie zunächst „Composite CMYK“ als Druckmodus aus. CMYK bleibt dabei CMYK, Vollton bleibt Vollton, RGB-Bilder werden dabei in CMYK konvertiert. (Siehe dazu auch S. 27. im Cleverprinting-Ratgeber)


Freehand MX:


Freehand hat keine Probleme mit Flächen, Linien oder Fonts, die mit einer Volltonfarbe gefüllt wurden. Auch mit einer Sonderfarbe eingefärbte Graustufen- oder Strichbilder gibt Freehand korrekt aus. Volltonfarben in EPS-Daten gibt Freehand ebenfalls korrekt aus.

Anders verhält es sich jedoch mit DCS2-Mehrkanalbildern. Freehand ist als relativ betagtes Programm nicht in der Lage, Farbinformationen in DCS2-Daten korrekt in die Composit-Postscript-Datei zu schreiben. Die DCS2-Datei ist vorsepariert, Freehand müsste also während des Druckvorgangs die vorseparierten Daten wieder zu einer Datei zusammenfügen, was Freehand jedoch nicht kann.

Der Trick: Die DCS2-Daten müssen bereits vor der Druckausgabe wieder zu einer Composite-Datei konvertiert werden. Dazu benötigen Sie einen so genannten DCSMerger, wie ihn beispielsweise die Firma IMPRESSED anbietet. Er konvertiert die DCS2-Daten und sorgt dafür, dass aus Mehrkanal-Bildern wieder Composite-Daten werden. Nach der Konvertierung laden Sie die DCS-Bilddaten wie gewohnt in Freehand und geben Sie wie beschrieben aus.

Cleverprinting-Tipp: So geht es auch Ohne DCSMerger: Wer nur hin und wieder ein DCS konvertieren muss, der kann sich auch mit einem Workaround behelfen, denn auch Indesign CS2 kann aus DCS-Daten wieder Composite-Daten erzeugen. Dazu laden Sie einfach das DCS-Bild in InDesign CS3 und exportieren es wieder als EPS. Im EPS-Export-Dialog wählen Sie „Farben: Unverändert“ und „Postscript-Level: 3“. Fertig, jetzt können Sie das so erzeugte Level-3-EPS auch aus Freehand und XPress problemlos ausgeben. Dieses verfahren funktioniert allerdings nur, wenn die DCS-Daten aus Adobe Photoshop stammen und keine Vektordaten beinhalten!



Quark XPress 4+5:

XPress 4+5 haben keine Probleme mit Flächen, Linien oder Fonts, die mit einer Volltonfarbe gefüllt wurden. Anders verhält es sich jedoch mit Graustufenbildern, die mit einer Volltonfarbe gefüllt wurden. Damit diese korrekt ausgegeben werden, benötigen die alten XPress-Versionen eine Extension namens „AGFA CTIFF XTension oder wahlweise Creo Color TIFF XTension“. Diese Extension gibt es für XPress 4 und 5. Fragen Sie bei Ihrer Druckerei nach dieser XTension und achten Sie bitte darauf, dass Sie diese XTension nur einmal laden, sonst kommt es eventuell zu kompatibilitäts-Problemen!

Mit DCS2-Mehrkanalbildern verhält es sich in XPress 4+5 genau wie in Freehand. Lesen Sie dazu bitte den entsprechenden Absatz im Freehand-Teil.



Quark XPress 6 und 6.5:


XPress 6 und 6.5 haben keine Probleme mit Flächen, Linien oder Fonts, die mit einer Volltonfarbe gefüllt wurden. Auch mit einer Sonderfarbe eingefärbte Graustufen- oder Strichbilder geben XPress 6 und 6.5 korrekt aus, wenn im Druckmenü statt Composite-CMYK "DeviceN" ausgewählt wird. Volltonfarben in EPS-Daten geben XPress 6 und 6.5 ebenfalls korrekt aus.

Mit DCS2-Mehrkanalbildern verhält es sich in XPress 6 und 6.5 genau wie in Freehand. Lesen Sie dazu bitte den entsprechenden Absatz im Freehand-Teil.



InDesign CS1 und CS2


InDesign CS1 und CS2 haben keine Probleme mit Flächen, Linien oder Fonts, die mit einer Volltonfarbe gefüllt wurden.
Auch mit einer Sonderfarbe eingefärbte Graustufen- oder Strichbilder geben InDesign CS1 und CS2 korrekt aus. Volltonfarben in EPS-Daten geben InDesign CS1 und CS2 ebenfalls korrekt aus.

Auch mit DCS2-Bildern kennen InDesign CS1 und CS2 keine Probleme, sofern Sie aus Adobe Photoshop stammen und keine Vektordaten beinhalten. Achten Sie jedoch bei der Postscript-Ausgabe immer darauf, dass Sie „Level 3“ aus Ausgabelevel wählen.

Trapping von Volltonfarben

Grafikdesigner mussten früher die Werte für Über- und Unterfüllungen (Trapping) selbst im Layoutprogramm bestimmen und Anlegen. Mit der Einführung des Composite-PDFs wurde dies jedoch hinfällig. Das Trapping wird nun von der Druckerei übernommen. Was viele jedoch noch immer nicht wissen: Wenn eine Composite-Datei erzeugt wird, werden die im Layoutprogramm angelegten Trapps überhaupt nicht ausgegeben. Dies erfolgt nur, wenn Sie im Druckmenü „Auszüge“ anwählen oder aber mit InDesign arbeiten. Dort haben Sie die Möglichkeit, Überfüllungswerte im Programm anzulegen und dann im Druckmenü "In-Rip-Trapping" auszuwählen.

Die Druckerei ist also in der Regel für das Trapping zuständig. Dabei spielt die Druckreihenfolge der Farben eine Rolle, auch ob die Farben deckend oder lasierend sind muss hierbei beachtet werden. Für Pantone- und HKS-Farben gibt es hierzu Standardwerte, bei selbst angemischten Volltonfarben können diese Werte im Acrobat-Professional oder in der Trapping-Software eingestellt werden.

Noch mehr Informationen zum Thema PDF/X finden Sie im Cleverprinting-Ratgeber, den Sie hier kostenlos herunterladen können, oder hier für nur 7,50 Euro bestellen können.



Bitte leiten Sie diese E-Mail auch an Freunde und Bekannte weiter, für die die Themen dieses Newsletters eventuell interessant sind. Aber achten Sie darauf, niemanden zu spammen! Vielen Dank!

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